Sicherheit | Monatsblatt September 2025
Veröffentlicht am: 8. Mai 2026
Wenn das Wetter schön ist und wir einen freien Abend haben, fahren wir zum Rhein. Auf einem Parkplatz packen wir unsere Stand-Up-Paddle-Bretter aus. Da unsere Bretter aufblasbar sind, pumpen wir sie dort auf. Wir tragen die Bretter zum Wasser. Bevor wir losfahren, befestigen wir die Leine vom Brett mit einem Klettverschluss an unseren Knöchel. Falls wir ins Wasser fallen, verlieren wir das Brett nicht.
Dann geht‘s los aufs Wasser! Ich paddle rechts und dann wieder links und trotz der Strömung komme ich flussaufwärts. Ich liebe diese Momente, wenn ich dahingleite, das Wasser unter mir, der Himmel über mir. Links und rechts das satte Grün der Bäume und Büsche.
Nach dem starken Regen im Juli waren wir im August wieder auf dem Rhein. Der Wasserstand war höher war als sonst. An den Ästen der Bäume am Ufer hing Flussgras, von der Strömung dorthin gespült. Das Wasser war dunkelgrün und undurchsichtig. Diese grosse Masse von Wasser, die sich als Ganzes bewegt, wirkt auf mich bedrohlich und macht mir Angst. Ich gehe selten ins Wasser. Aber auf meinem Brett fühle ich mich sicher. Auf diese Weise macht es Spass auf dem Fluss unterwegs zu sein.
Im Leben gibt es Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Wir können manche Dinge nicht aufhalten. Wie ein Fluss fliessen sie einfach dahin. Wie gut, wenn ich im sicheren Boot sitze. Oder, wie in meinem Fall, auf dem sicheren Brett stehe. Dann nimmt das Leben seinen Lauf, aber ich bin in Sicherheit.
Wer den Herrn ehrt, lebt sicher und geborgen. Sprüche 14,26
In einem Lied heisst es: „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.“ Unsere Sicherheit kommt nicht aus einem Leben ohne Schwierigkeiten. Unsere Sicherheit liegt bei Gott unserem Schöpfer.