Herzensgarten | Monatsblatt Juli 2025

Veröffentlicht am: 8. Mai 2026

Wir haben einen schönen Balkon. In den Hochbeeten wachsen vor allem Kräuter. Salbei, Rosmarin und Thymian wachsen wie jedes Jahr sehr schön. Sogar der Schnittlauch hat den Winter überlebt. Ich schneide Schnittlauch gerne in den Salat. Petersilie ist bei mir noch nie gut gewachsen. Die Zitronenmelisse und verschiedene Pfefferminz-Sorten habe ich in Töpfen gepflanzt. Ich möchte nicht, dass sie alles überwuchern. Und mein Lieblingskraut für Tee ist Zitronenverben. Dieser kommt aus dem Botanischen Blindengarten in Radeberg und wächst jedes Jahr immer wieder schön. Die Kirschtomaten in den grossen Kübeln haben etwas wenig Früchte, dafür wächst das Basilikum umso mehr. Die Balkonpflanzen geben nicht viel Arbeit. Aber wenn wir unsere Enkel hüten, arbeiten wir oft dort wo sie wohnen im Garten. Dort gibt es immer viel Arbeit.

Ständig muss der Rasen gemäht werden. Vor ein paar Wochen habe ich ganz viele Johannisbeeren geerntet. Und der Apfelbaum trägt dieses Jahr viele Äpfel. Heute habe ich wieder Unkraut gejätet. Es ist schön zu sehen, wie das Beet nach dem Jäten viel besser aussieht als vorher. Es ist befriedigend die Sträucher von den lästigen Winden zu befreien.

Plötzlich ist mir aufgefallen, dass ich immer wieder an den gleichen Stellen Unkraut jäte. Und, wenn wir dort nichts anderes anpflanzen, werde ich noch sehr oft an der gleichen Stelle jäten. Das hat mich an einen Gedanken aus der Bibel erinnert: 

Vor allem aber behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben.

Sprüche 4,23

Unser Herz ist wie ein Garten. Sachen wie Undankbarkeit, Härte, Unversöhnlichkeit müssen wir raus reissen. Aber dann müssen wir etwas Neues pflanzen. Zum Beispiel: Dankbarkeit, Vergebung oder Freundlichkeit. Daraus kann viel Gutes und Schönes entstehen. Ich wünsche uns allen viel Mut und Kraft im Garten des Herzens zu arbeiten. Unser Leben wird dadurch schöner und bunter!